Essen, 10. August 2025 –  Die Tour de Verkehrswende führt 2025 durchs Rhein-Ruhr-Gebiet. Von Münster bis Köln demonstrieren Menschen auf dem Fahrrad für eine gerechte Verkehrswende mit gleichberechtigter Infrastruktur, sicheren und schnellen Radwegen und einem barrierefreien öffentlichen Nahverkehr. Die sommerliche Protestfahrt unter dem Dach von Changing Cities e.V. findet zum fünften Mal statt.

Die Tour startet am 22. August 2025 in Münster und führt mit zahlreichen Zwischenstopps und Aktionen – darunter Kundgebungen, Diskussions- und Musikveranstaltungen – bis nach Köln, wo sie am 31. August 2025 endet. Auf dem Weg kommen Initiativen, Vereine und engagierte Bürgerinnen und Bürger zusammen. 

In den letzten Jahrzehnten hat die Politik den Fokus zu stark auf den Autoverkehr gelegt und massiv investiert. Die individuelle Motorisierung hat trotz Klimakrise enorm zugenommen. Doch für die Zukunft muss die Mobilität zwischen Menschen, Dörfern und Städten mit Bus, Tram, Bahn oder zu Fuß stärker gefördert werden.

Diese Verbindungen müssen für alle:

  • Sicher sein – Kinder, ältere und in ihrer Mobilität eingeschränkte Menschen müssen sie gefahrlos nutzen können. Gute Verkehrsinfrastruktur kann schwere und tödliche Verletzungen verhindern und mehr Menschen ermöglichen, zu Fuß oder mit dem Rad am Verkehr teilzunehmen.
  • Gesund sein – Körperlich aktive Mobilität, z. B. mit dem Fahrrad, fördert die Gesundheit und hilft beim Klimaschutz. Viele Menschen möchten sich mehr bewegen und so einen Beitrag leisten.
  • Gerecht sein – Jeder muss Zugang zu vielfältigen Mobilitätsangeboten haben. Der öffentliche Verkehr muss überall funktionieren und bezahlbar sein.

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Am Montag, den 25. August, fährt die TdV 2025 durch Essen. Gegen 12:30 Uhr treffen die Mitfahrenden am Audimax des Unicampus Essen an der Meyer-Schwickerath- / Ecke Gladbecker Straße auf Aktivist*innen des Radentscheids und anderer lokaler Initiativen. Anlass: Ganz in der Nähe endet die kurze, bereits ausgebaute Teilstrecke des Radschnellweges RS1. Unter dem Motto „RS1 – der lahmste Bau durchs Revier: Start 2013 >>> Ziel 2062?“ wird in einer symbolischen Aktion der rote Teppich für Radfahrende ausgerollt. Temporär bekommen so Radfahrer*innen Priorität und einen kleinen Vorgeschmack auf die Zukunft. 

Von den geplanten 116 Kilometern des RS1 sind nämlich seit 2013 erst sieben Kilometer nach dem Standard für ein schnelles Vorankommen für Radpendler*innen ausgebaut: klare Trennung von der Autostraße, glatte und ausreichend breite Fahrspur, wenig Einfahrten, Kreuzungen und Ampeln, ein abgetrennter Fußweg. Auch von den restlichen im Rhein-Ruhrgebiet geplanten 275 Kilometern an Radschnellwegen sind lediglich einzelne Kilometer fertiggestellt oder im Bau. Das Land NRW bleibt weit hinter seinen selbst gesetzten Zielen zurück. Dabei versprechen Studien eine Einsparung von täglich bis zu 52.000 Auto-Fahrten durch den Ausbau allein des RS1!

„Wir fordern, dass das Land seinen Pflichten nachkommt und der Schnellradwegebau endlich ernsthaft priorisiert wird! Wir wollen nicht mehr warten! Die Zukunft ist jetzt!“, sagt Rahel Schweikert, Mitorganisatorin der Tour de Verkehrswende.

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Alle, die zur Tour de Verkehrswende dazustoßen wollen, sind herzlich eingeladen – sei es zur Aktion, sei es zur Mitfahrt für einige Stunden, einige Tage oder die ganze Tour.

Anmeldung und weitere Informationen zu Organisation und Programm:
https://changing-cities.org/kampagnen/tourdeverkehrswende2025/

Pressekontakt: tourdeverkehrswende@changing-cities.org

Über Changing Cities e.V.: Wir fördern zivilgesellschaftliches Engagement für lebenswertere Städte. Das bislang größte Projekt von Changing Cities e.V. ist der Volksentscheid Fahrrad in Berlin, mit dem es 2016 gelang, die Berliner Verkehrspolitik zu drehen und das bundesweit erste Mobilitätsgesetz anzustoßen. Changing Cities e.V. unterstützt landes- und bundesweit Bürger*inneninitiativen, die sich im Bereich nachhaltige Verkehrswende und lebenswerte Städte einsetzen, mit Kampagnenwissen oder stößt solche Initiativen an. Changing Cities ist als gemeinnützig anerkannt.

TdV 2024 in Chemnitz: Wir wollen nicht mehr warten – die Zukunft ist JETZT!

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