
Als Rentnerin bin ich überwiegend zu Fuß, mit dem Fahrrad und mit dem ÖPNV in Essen unterwegs. Wenn es möglich ist, fahre ich mit dem Rad, da ich die Bewegung liebe, ich mich dadurch fit halte und auch relativ schnell zum Ziel komme. Als 2020 die Stadt Essen sich die Ziele des RadEntscheid Essen zum Ziel gesetzt hatte, war ich sehr zuversichtlich, dass sich etwas ändern würde. Nach fünf Jahren ist leider nicht wirklich was passiert. Die Wege sind nicht besser und sicherer geworden.
Als Fußgängerin fühle ich mich auch nicht sicher. Die Fußwege werden immer enger durch aufgesetztes Parken und schlechter im Zustand, Stolpergefahr inklusive. Auch vom ÖPNV bin ich zu oft enttäuscht, da das Angebot unzureichend ist und es häufig zu Verzögerungen bzw.massiven Verspätungen kommt.
Mein Wunsch ist es, dass die Diskussion um die Verkehrspolitik nicht so polarisiert und aggressiv geführt wird. Es wäre aus meiner Sicht viel zielführender, wenn man fair und sachlich bliebe und mehr Verständnis und Einfühlungsvermögen für andere Verkehrsteilnehmer hätte. Wir bewegen uns doch alle im gleichen öffentlichen Raum. Mit den gleichen Rechten und Verpflichtungen gegenüber den anderen.
Foto: Christopher Mick, Essen