Essen, 16.12.2019  Der RadEntscheid Essen, das neugegründete Bürger*innenbegehren für bessere Radinfrastruktur, begrüßt zwar die Pläne der Stadt Essen, mehr Sicherheit für Rad- und Fußverkehr zu schaffen, hält aber die Ziele für unverbindlich, die Umsetzung und Planung für mangelhaft.

Nicht viel mehr als eine nette Absichtserklärung sieht der RadEntscheid Essen in der Pressemitteilung, die die Stadt Essen am 12. Dezember veröffentlicht hat.

Der RadEntscheid Essen fordert dringend einen Stopp des weiteren Ausbaus von Rechtsabbieger-Anlagen, die für beide tödlichen Rad-Unfälle in Essen verantwortlich waren. Hier nennt der RadEntscheid die Stadt Köln als Beispiel, die alle freien Rechtsabbieger zurückbauen will.

Außerdem wird auf den Haushalt 2020 verwiesen, der bereits beschlossen wurde und keine Verbesserungen für den Radverkehr bringen kann. Daher seien die Ankündigungen der Stadt Essen reine PR-Maßnahmen, für die weder Personal noch Geld bereit stehen. Ebenso folgenlos blieben die 25%-Ziele der Grünen Hauptstadt 2017 und das neulich vorgestellte Mobilitätskonzept.

Der RadEntscheid fordert dringend eine Weichenstellung für einen neuen Verkehrsmix in Essen, nicht zuletzt, um dem immer näher rückenden Dieselverbot zu entgehen und mehr Sicherheit für alle Verkehrsmittel zu erreichen.

Nach Ansicht der RadEntscheider und RadEntscheiderinnen verliert Essen auch als Wirtschaftsstandort den Anschluss an andere Städte, die heute schon moderne Verkehrskonzepte entwickeln und damit bereits wirtschaftlich bedeutende Impulse setzen.

Kategorien: Pressemitteilungen

Sascha

Alltagsradler, Freizeitradler, Immerradler. Außerdem IT-Profi und Origami-Fan.

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