Bürger*innenbegehren startet heute Unterschriftensammlung für gute und sichere Radwege

Essen. Zum Start der Unterschriftensammlung für das Bürger*innenbegehren am heutigen Freitag (15. Mai 2020) demonstriert der RadEntscheid Essen am Berliner Platz mit einer temporären Radspur für ein gutes, sicheres und durchgängiges Alltags-Radwege-Netz in Essen. Die Unterschriftenlisten können ab sofort heruntergeladen, ausgedruckt und unterschrieben werden.

Unterschreiben können das Bürger*innenbegehren alle EU-Bürger*innen ab 16 Jahren mit Erstwohnsitz in Essen. Die Unterschriften-Listen  gibt es auf radentscheid-essen.de zum Download und in den nächsten Tagen ausgedruckt in über 150 Sammelstellen über das gesamte Stadtgebiet verteilt. Eine Übersichtskarte findet sich auf radentscheid-Essen.de/sammelstellen

Dazu Klara van Eickels, Vertretungsberechtigte des RadEntscheid Essen:

“Essen braucht ein durchgängiges, sicheres und hochwertiges Radwege-Netz. Der Radverkehr erlaubt günstige, gesunde und effiziente Mobilität für Menschen jeden Alters und jeder Fitness – wenn die Infrastruktur dies ermöglicht. Es ist überfällig, dieses Netz zu bauen. Mit unseren Unterschriften zeigen wir Politik und Verwaltung: auch Essen möchte Fahrradstadt sein!”

Die Stadt Essen und der Stadtrat haben bereits im letzten Herbst beschlossen, den Radverkehrsanteil an den zurückgelegten Wegen bis 2035 von 7% (2019) auf 25% zu erhöhen.  Das Bürger*innenbegehren RadEntscheid Essen formuliert einen Umsetzungsvorschlag, um dieses Ziel zu erreichen. 30 Jahre nach der Negativ- Auszeichnung “rostige Speiche” – für eine besonders fahrrad-unfreundliche Stadt, ist es an der Zeit, ein lückenloses Radwege-Netz und die gleichberechtigte Förderung des Radverkehrs endlich in die Tat umzusetzen. Viele Städte in Deutschland und Europa fördern den Radverkehr massiv auch und gerade in der Corona-Krise. Die Pandemie hat unser Mobilitätsverhalten stark verändert. Das Radfahren hat stark zugenommen, es ist sicher, gesund und es macht Spaß. Auch die Stadt Essen sollte die Chance nutzen, die Mobilitätswende und aktive Mobilität nun stärker zu fördern, und dafür mehr Verkehrsflächen dem Rad- und Fußverkehr zur Verfügung stellen.

Dazu Jonathan Knaup, Vertretungsberechtigter des RadEntscheid Essen:

“Mit unserer Pop-Up-Radspur zeigen wir symbolisch die Lücken im Essener Radwege-Netz auf.  Der RadEntscheid Essen bietet die Chance ein durchgängiges, sicheres Radwege-Netz von hoher Qualität zu schaffen. Radfahren bietet gute Mobilität für groß und klein und kann die Lebensqualität und Attraktivität der Stadt deutlich erhöhen – gerade jetzt!”

Wegen der aktuellen Hygiene- und Abstandsregelungen wird die Unterschriftensammlung ein demokratisches Experiment. Da laut Gesetz nur Unterschriften auf Papier gültig sind, ist es in diesen Zeiten besonders wichtig, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger den Link zur Unterschriftenliste teilen und verschicken – sie können im Freundes- und Bekanntenkreis, in der Firma, dem Verein oder  der Gemeinde anderen davon erzählen und sie zum Unterschreiben einladen. Die Liste kann einfach ausgedruckt, ausgefüllt und zurückgesandt oder in den Sammelstellen abgegeben werden.

Die vollständige  Formulierung  der Ziele und der zur Entscheidung zu bringenden Frage finden sich unter radentscheid-essen.de/unsere-ziele/ und auf jedem Unterschriftenbogen.


Weitere Mitmach- und Unterstützungsmöglichkeiten finden Interessierte hier: radentscheid-essen.de/mitmachen

In aller Kürze:
 Der RadEntscheid Essen ist das Bürger*innenbegehren für eine gute und sichere Radverkehrsinfrastruktur für den Alltagsverkehr im Straßennetz der Stadt Essen. Nach der offiziellen Einreichung des Bürger*innenbegehrens und der Prüfung der formalen Voraussetzungen seitens der Stadt Essen beginnt am 15. Mai 2020 die Unterschriftensammlung. Die Bürger*inneninitiative RadEntscheid Essen wird von einem breiten, überparteilichen Bündnis zivilgesellschaftlicher Organisationen getragen. 

E-Mail: presse [at] radentscheid-essen.de www.radentscheid-essen.de Facebook: @RadEntscheid.Essen – Instagram: @RadEntscheid_E – Twitter: @RadEntscheid_E

Kategorien: Pressemitteilungen

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