Der ADAC hat einen bundesweiten, repräsentativen Wissenstest zum Thema Verkehrsregeln durchgeführt – unter Autofahrer*innen. Es wurden 20 Fragen aus dem Führerscheinkatalog gestellt, wobei es sich nicht um technische Fragen handelte, sondern explizit Situationen/Themen ausgewählt wurden, bei denen es häufiger zu schweren Unfällen kommt. Von 3547 Menschen mit Führerschein ab 17 Jahren haben lediglich zwei Prozent mehr als 17 Fragen richtig beantwortet. In NRW (408 Teilnehmende) übrigens nur ein Prozent, im Schnitt wurde hier nur die Hälfte der Fragen richtig beantwortet. Das berichtet der WDR. 

Was die meisten wussten: Dass man außerhalb geschlossener Ortschaften einen “halben Tacho” Abstand halten sollte (87 %); wie lange es dauert, 1 Promille Alkohol abzubauen (86 %) und dass man auf dem Radschutzstreifen nur bei Bedarf und ausgeschlossener Gefährdung fahren darf, nicht aber parken oder halten darf (83 %).  Es ist also trotz der eher neuen Regelung keine Unwissenheit, sondern Kalkül, wenn Radschutzstreifen zugestellt sind.
Und noch eine Vermutung wurde bestätigt: Nur rund jede dritte Person in NRW kannte die Überholabstände zu Radfahrer*innen inner- und außerorts. Ein großes Problem, das wir mit dem OpenBikeSensor-Projekt begleiten. Wer so ein Abstandsmessgerät mal ausleihen und uns beim Daten sammeln unterstützen will, kann das hier tun: essener-lastenrad.de/zubehoer/openbikesensoren/.

Mehr als die Hälfte der teilnehmenden Autofahrer*innen sind Vielfahrer*innen (mehr als 200 Tage im Jahr), zwei Drittel haben den Führerschein seit über 20 Jahren. Überdurchschnittlich gut abgeschnitten haben Männer, Menschen mit höherer Bildung und Menschen mit “frischem” Führerschein. Aber: Besonders schlecht schnitten die ab, die ihr Verkehrswissen besser als das der anderen einschätzten. Darunter ebenfalls vor allem Männer, Menschen unter 40 Jahren und Vielfahrer*innen. 


Wer mag, kann den Test übrigens noch beim ADAC online machen bzw. anschauen. 

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